.... jetzt ist Zukunft
update 2006
Aktuelles
Cathy & Mark MindControl
Vogelgrippe/H5N1-VirusLüge uvm.
Wissenschaftliche Aufklärung
Aufklärung Ist Der Schlüssel
English and other links
Hammerhart
Wortlos
Völker-Recht/ Umsetzung
Partei Leben Mit Zukunft
Aktuelle Ausstellungen/ Projekte
Buch StePhan Trilogie
Bilder StePhan/ Laudationes
Photos Gabriela A. Bützberger
StePhanorum-Curriculum-Vitae
Paraguay Projekt für die Zukunft
Gesucht
Bewusstseinserweiterung
Kontakt/ Voting
Gästebuch für alle Reingucker!!!!
Anfahrt
Rückfahrt
Weblog
 


Permanente Grossausstellung im Haus "Zur Grünen Vulva"
Hier eine mini Auswahl

Oel auf Leinwand Bübe 79   50 x 70

                      


                                       KONTAKT

           Oel auf Leinwand  1977         Bübe/ StePhan/ SPB








11. Januar 1991

 

„Gedanken über Bilder“

 
Dr. Joan S. Davis

Biochemikerin ETH Zürich/  ARC Aquatics Research and Consultancy


 

Anlässlich der Vernissage von StePhan Bützbergers

 

„Blitz Geburten“

 

Atelier 3.

Froschaugasse 3, Zürich

11.01.1991

 

 

Bilder…

 

Wenn wir uns ein Bild anschauen, spüren wir meistens Fragen dabei…

Was will das Bild?

Was wollen Bilder?

Was will überhaupt die Kunst?

 

Ja, was will die Kunst? Was für eine Rolle spielt sie? Ein Blitz- Vergleich zwischen der Vergangenheit und Gegenwart lässt eine Umwandlung in der Rolle der Kunst erkennen. Früher hatte die Kunst die Rolle eines Vorbildes inne: Die Bilder stellten das dar, was man- oder auch die Gesellschaft als ganzes- sich wünscht… und nicht hat. z.B. das Schöne, das Grosszügige, die heile Welt… Und heute spielt die Kunst meist die Rolle des Abbildes: Das Abbild dessen, was unsere Kultur uns bietet, d.h… was wir haben… und nicht wollen… z.B. Zerstörung, Befremdung, die Leere.

-Aber so einfach sind die Bilder von StePhan Bützberger nicht einzustufen

 

Sind sie vielleicht Bilder dessen, von dem was wir nicht wissen, dass es uns beschäftigt. D.h. Bilder dessen, was wir nicht realisieren uns dennoch bewegt? Ungeahnte Vorbilder von dem, was wir ungeahnt wollen…? Oder ungeahnte Abbilder von dem, was wir denken?... ungeahnt denken?

 

Diese Fragen stehen offen, aber eines steht klar: Wo andere Bilder Vorbild oder Abbild sein wollen, trifft dies nicht zu bei den Bildern von StePhan. Seine Bilder SIND:

 

Seine Bilder entstehen, ohne dass er dabei ein bewusstes Ziel verfolgt: Das Ziel ist schon darin. Er schafft seine Bilder nicht. Die Bilder schaffen sich selbst. „Blitz Geburten“ sagt er zu seinen Bildern. Sie sind entstanden, da sie haben geboren werden wollen. Sie geben an, wann sie geboren werden wollen, und sie geben keine Ruhe, bis sie raus sind. Eine Geburt- auch eines Bildes- ist nicht zu unterbrechen. Seine Bilder entstehen am Stück. Haben sie einmal das Licht der Welt erblickt, wird nichts mehr daran geändert.

 

 

Rückblick

 

Aus StePhan will vieles geboren werden… und das seit langem. Schon lange ist er Gebärender. Als Kind, als Jugendlicher hat er viel gemalt und bereits zu der Zeit haben die Bilder „geboren werden wollen“.

 

Aber nicht nur Bilder sind durch ihn zur Welt gekommen: Ebenfalls das Geschriebene… vor allem Theaterstücke, die er auch in der Jugend schrieb, sein erstes mit vierzehn. Aber bei dem ist es auch nicht geblieben: Durch die Musik und Gesang kam noch weiteres aus ihm heraus. Immer wieder gab es Energien, die heraus haben müssen… in welcher Form bestimmen sie selbst… ob Bilder, Geschriebenes oder Musik.

 

Die Energien in noch anderen Formen heraus: In Form von Beratungen für viele Menschen. Auch diese Fähigkeit hat sich sehr früh bemerkbar gemacht: Schon mit siebzehn hat StePhan offiziell mit den Lebensberatungen angefangen und mit neunzehn seine eigene Praxis eröffnet… auch hier berührt er Menschen. Menschen Leben

 

Ob Beratung, oder Bilder, die Begegnungen mit StePhan, mit seinen Energien haben immer wieder mit Türen zu tun. Manchmal öffnen sie Türen zu Neuen, zu ungeahntem… oder vielleicht schliessen sie Türen zu Altem.

 

Die Begegnungen passieren auf keinen Fall ohne Reaktion für einen… sie treffen; sie berühren. Und wie wir wissen, nicht jede Berührung ist bequem. Wir stehen dem Neuen nicht immer positiv gegenüber, noch weniger dem Einblick in unsere innere Welt, wenn diese uns nicht genehm ist. Vielleicht spüren wir Abneigung oder sogar Aggression gegenüber demjenigen, der eine Türe aufmacht, durch die hindurch wir nur zögernd oder sogar ungern gehen…

 

Neues, Unbequemes schafft immer wieder Schwierigkeiten für uns… jedes Mal stellt es das Ego in Frage… wirft jedes Mal Fragen auf… über das, was wir sind, über das, was wir wollen.

 

 

Bild- Beziehung

 

Die Bilder wirken auf uns… und wir reagieren auf die Bilder, auch wenn wir nicht immer realisieren auf welche Art und Weise diese Einwirkung und Reaktion sich abspielt.

Und wie ist das für StePhan Bützberger, durch den die Bilder entstehen… oder anders gesagt, der die Bilder gebärt? Wie ist es für ihn, das abzugeben, was aus ihm, durch ihn entstanden ist? Sicherlich läuft die Trennung von den eigenen Werken, von den eigenen „Kindern“, auf verschiedensten Ebenen ab…

 

Ganz egal wie es passiert, in der Tat bleibt es eine Trennung: Man gibt die Kinder ab, und somit auch die Verantwortung ihnen gegenüber. Was mit ihnen geschieht, liegt nicht mehr in den Händen der Eltern, oder in diesem Falle, des Künstlers. So soll es auch nicht sein. Die „Kinder“, bzw. die Bilder haben die Aufgabe, zu wirken. Es lässt sich nicht bestimmen, wie dies zu geschehen hat. Und wie bei den Kindern, wenn sie „flügge“ sind, darf man sie nicht zurückhalten. Sie haben anderswo zu wirken, sie haben ihre eigenen Aufgaben zu erfüllen. Eine Beziehung besteht jedoch weiterhin, wenn auch auf einer anderen Ebene. Ein goldener Faden bleibt erhalten, er hält allerdings nicht zurück, sondern läuft mit, wohin auch immer der Weg der Bilder führt…

 

Bis jetzt war die Frage, wie der Künstler mit seiner Arbeit umgeht. Aber eine andere Frage ist nicht zu unterdrücken- wie der Betrachter mit der Arbeit, und somit mit dem Künstler umgeht. Künstlerarbeit ist selbstverständlich nicht unabhängig vom Künstler zu betrachten. Jedoch haben wir es auch hier, mit etwas anderem als dies bei sonstigen Künstlern der Fall ist, zu tun: Bei den meisten Künstlern stehen die ausgestellten Werke im Zentrum der Arbeit und des Lebens des Künstlers. Bei StePhan geben die zu sehenden Bilder Einblick in lediglich einen kleinen Teil seines Wirkungskreises: Ein Wirkungskreis, der sich nicht leicht darstellen oder umschreiben lässt. Die Darstellung des Kreises ist jedoch nicht einmal das Wichtige, das Notwendige: Die Berührung, die Begegnung ist das Wichtigste. Die Begegnung mit auch nur einem Aspekt von StePhan’s Tun, lässt ahnen, dass sein Wirkungskreis viel weiter, viel tiefer geht, als man ihn selber für sich kennt.

 

 

Wirkungskreis oder Wirkungssphäre?

 

Wirkungskreis?... eher hat er, haben seine Bilder, eine Wirkungssphäre. Zwar sehen wir nur zwei Dimensionen, spüren tun wir aber mehr. Die Bilder wirken auf uns nicht nur in Raum sondern auch in Zeit. Die Begegnung mit dem Auge ist nur die Spitze der Wirkung, die in uns auf verschiedenen Ebenen, in verschiedensten Zeithorizonten sich abspielt.

 

Seine Bilder sind in der Tat nicht nur Bilder für das Auge… Das Auge erlebt lediglich die erste Begegnung… erlebt den Blickfang… ein Moment lang fühlt man sich ge- fangen… im nächsten Augenblick wird realisiert, eine Türe geht auf… eine Türe zu anderen Welten… um uns und in uns.

 

Die Begegnung mit den Bildern von StePhan, wie auch die Begegnung mit anderen Teilen dieser facettenreichen Persönlichkeit macht in der Tat Türen auf… Türen, um die wir nicht wussten, dass es sie gibt… Öffnungen, die wir nicht verstehen, wie sie zustande kommen.

 

Mit seinen „Blitz Geburten“, gibt StePhan uns die Möglichkeit, die Begegnungen, die Herausforderungen, die Türöffnungen durch seine Bilder zu erleben. Für diese Möglichkeit, sind wir ihm dankbar.

 

Ein Dank gilt auch Hanne Brehm, da sie StePhan herausgefordert hat, seine Bilder der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

 

Persönlich habe ich auch einen Dank auszusprechen: Seine Einladung, heute bei Ihnen zu sprechen gab mir die Chance, eine Auseinandersetzung mit seinen Werken zu führen… ich habe es sehr geschätzt, wie auch das, dass ich Sie jetzt einladen darf, die „Blitz Geburten“, die Begegnungen mit seinen Bildern zu erleben…!







 
  Top